Mediation

Berufsbegleitende Ausbildung nach den Ausbildungsrichtlinien des Bundesverbandes MEDIATION e.V.

Mediation ist ein Verfahren zur konstruktiven Konfliktlösung, das in unserer Gesellschaft immer größere Beachtung findet und zunehmend in verschiedenen Bereichen eingesetzt wird. Das im Juli 2012 in Kraft getretende Mediationsgesetz (MedG) schafft die Grundlage für eine neue, autonome und konsensorientierte Konfliktkultur. Mediatorinnen und Mediatoren sind allparteilich und neutral. Sie ermöglichen den Konfliktparteien, im geschützten Rahmen miteinander ins Gespräch zu kommen, sich gegenseitig zu respektieren und hinter den verfochtenen Positionen ihre Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche zu erkennen. Die Regelung des Konfliktes wird mit Unterstützung der allparteilichen Mediatorin bzw. des  Mediators von allen am Konflikt Beteiligten gemeinsam und eigenverantwortlich erarbeitet und im wechselseitigen Einverständnis angenommen. Das Ziel sind weder Kompromisse noch Sieger-Verlierer-Konstellationen, sondern Ziel ist eine nachhaltige Lösung des Konflikts, bei der alle Beteiligten profitieren.

Von grundlegender Bedeutung bei diesem Prozess sind die Prinzipien der Ergebnisoffenheit, Vertraulichkeit und Freiwilligkeit. Eine klare Gliederung des gesamten Mediationsverfahrens unterstützt die Begleitung der Beteiligten bei der Konfliktlösung. Mediation trägt dazu bei, dass Streitigkeiten frühzeitig ohne Gerichtsprozess beigelegt werden können.

Wesentliche Anwendungsgebiete von Mediation sind Familienmediation, Trennungs- und Scheidungsmediation, Erbschaftsmediation, Mediation in Teams und Gruppen, Mediation in Unternehmen, Mediation in Schulen, Nachbarschaftsmediation, interkulturelle und Umweltmediation.

Mediation ist ein lösungs- und ressourcenorientiertes Verfahren. Sie eignet sich für Fach- und Führungskräfte, die in ihrem beruflichen und privaten Umfeld konstruktiv und selbstverantwortlich mit Konflikten umgehen wollen.

 

Ziele

Ziel der Ausbildung ist die Entwicklung eines professionellen Konfliktverständnisses als Basis für die Begleitung von Konfliktsituationen. Die Ausbildung ermöglicht die Auseinandersetzung mit Haltungen und Einstellungen gegenüber Konflikten und deren Reflexion.
Die Teilnehmenden erlernen mediative Techniken und Methoden und können diese in ihren Berufsalltag und ihr Unternehmen integrieren oder als selbstständige/r Mediator/in Einzelnen oder Gruppen anbieten.
Alle diese Fähigkeiten und Kenntnisse qualifizieren die Teilnehmenden, eine Mediation professionell durchführen zu können.

Inhalte
  • Definition von Mediation, Abgrenzung zu anderen Verfahren
  • Arbeitsfelder und Anwendungsbereiche
  • Konflikttheorien und Konfliktkompetenz
  • Prinzipien und Rahmenbedingungen der Mediation
  • Phasen und Ablauf eines Mediationsverfahrens
  • Selbsterfahrung und Selbstreflexion
  • Gesprächs- und Kommunikationstechniken
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Interventionstechniken bei Konflikten
  • Grundkenntnisse der Psychologie und der Sozial- und Kommunikationswissenschaften
  • Mediation und Recht
  • Haltung und Rollenverständnis
  • Berufsverbände und Qualitätsstandards




Methoden

Zur Vermittlung der Ausbildungsinhalte werden vielfältige und interdisziplinäre Methoden verwendet, wie z.B. Kurzvorträge, Gruppenarbeit, Demonstrationen, Rollenspiele, Feedback, Fallbeispiele, Übungen, Supervision und Selbsterfahrung.
Zur Vertiefung der Ausbildungsinhalte werden Peer-Gruppen gebildet.

Aufbau

Die Ausbildung umfasst 170 Stunden. Hiervon finden 150 Ausbildungsstunden an sieben Seminarwochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag statt.
Diese Module werden durch 20 Stunden Covision/Intervision in Peer-Gruppen ergänzt. Die Gruppentreffen koordinieren die Teilnehmenden selbstständig zwischen den Seminarterminen.

Termine

Ausbildungstermine 2016
Modul 1:  Fr-So, 29.-31.01.2016
Modul 2:  Fr-So, 26.-28.02.2016
Modul 3:  Fr-So, 15.-17.04.2016
Modul 4:  Fr-So, 17.-19.06.2016
Modul 5:  Fr-So, 15.-17.07.2016
Modul 6:  Fr-So, 16.-18.09.2016
Modul 7:  Fr-So, 18.-20.11.2016

Seminarzeiten
Fr, 08.45 - 18.15 Uhr
Sa, 08.45 - 18.15 Uhr
So, 08.45 - 15.00 Uhr

Bitte beachten Sie hinzukommende Arbeitsgruppentermine von 20 Stunden bei Ihrer Planung!

Dozent/innen

Carolin Cordier

Rechtsanwältin und Mediatorin (BAFM, BM, SDM-FSM)

Wolfgang Jaede

Dipl. Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut,
Mediator (BAFM, BM), Ausbilder (BM), Supervisor (DGSv)

Kosten

Die Teilnahmekosten betragen 4.000 €.

Auf Wunsch ist eine Zahlung in Raten ohne Zusatzkosten möglich.

Zertifikat

Sie erhalten ein „Zertifikat“ der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung über 150 Stunden Ausbildung und 20 Stunden Intervision.

Die Ausbildung erfüllt die Standards und Ausbildungsrichtlinien des Bundesverbandes Mediation (BM), verteilt auf 150 Stunden Ausbildung und 20 Stunden Intervision.

Für die Anerkennung durch den Bundesverband Mediation (Mediator/in BM) ist ein Praxisnachweis über vier Mediationsfälle erforderlich sowie 30 Stunden Ausbildungssupervision, die nach der Ausbildung an der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung angeboten und durchgeführt werden können.

Veranstaltungsort

Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung
Seminarräume im Victoria-Haus
Basler Straße 61/65
79100 Freiburg

15 Gehminuten vom Hauptbahnhof, Haltestelle "Heinrich-von-Stephan-Straße" mit folgenden Verbindungen direkt vor dem Haus: S-Bahn Linie 3 und 5; Buslinie 11, 7208 und 7240

Kontakt

Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung
Wissenschaftliches Institut des Jugendhilfswerk an der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Telefon 0761/40 12 99-24
Telefax 0761/40 12 99-20

Basler Straße 61
79100 Freiburg

Online - Anmeldung

Online-Anmeldung

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Studierende fügen bitte im Feld Immatrikulationsbescheinigung eine aktuelle Studienbescheinigung ein.













Unter diesem Link finden Sie die Seite mit den Teilnahmebedingungen. Sie können die Teilnahmebedingungen dort ausdrucken oder als PDF herunterladen.


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