Haltungszentriertes Coaching

Kompetenzerweiterung in Führung und Beratung

Studientage
Samstag, 13.02.2016, 09.30 - 14.00 Uhr
Samstag, 23.04.2016, 09.30 - 14.00 Uhr


Ein systemisch-personzentriertes Konzept auf Grundlage der Pedaktik

Management in Wirtschaft oder in sozialen Einrichtungen bedeutet mehr als das Umsetzen von Fachwissen.
Es bedarf vor allem Führungskompetenz und Persönlichkeit, um erfolgreich zu leiten und Prozesse zu gestalten.
Die Persönlichkeitsbildung steht im Fokus nachhaltiger Beratung. Als Begleitung persönlicher, beruflicher und
organisatorischer (Veränderungs-) Prozesse hat Coaching das Ziel, die Stärken von Menschen gezielt zu fördern und weiterzuentwickeln. Ein haltungszentrierter Beratungsansatz, wie er in diesem Kontaktstudium vermittelt wird, ermöglicht auch diese Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung.
Veränderung beginnt immer bei der Person selbst und die bewusste Steuerung der Aufmerksamkeit und Wahrnehmung des Geschehens – bei mir, beim Anderen, zwischen uns und im Gesamten – ist die Grundlage für eine erfolgreiche Prozessbegleitung.
Erfolgreiche Organisationen brauchen Führungskunst – die Kunst, Menschen für den permanenten Wandel zu gewinnen und sie dabei für ihre eigene Entwicklung zu öffnen.
In diesem Kontaktstudium werden sowohl Menschen in ihrer eigenen Persönlichkeitsbildung gefördert und unterstützt als auch befähigt, die Persönlichkeitsbildung ihrer Klient/innen und/oder Mitarbeitenden zu fördern.
Die Grundlage des Kontaktstudiums ist die von Dr. Christoph Röckelein entwickelte didaktische Basistheorie für Persönlichkeitsbildung – die Pedaktik ©.



Ziele
  • Der nachhaltige Erfolg einer Organisation basiert zunehmend auf der Fähigkeit, die Stärken der Mitarbeiter gezielt zu fördern und weiterzuentwickeln. In dem Maße, in dem dabei Persönlichkeitsbildung und Kompetenzentwicklung in den Fokus der Führungsarbeit rücken, bedarf es einer neuen und besonderen Qualität von Führung. Dasselbe gilt für außerberufliche Zusammenhänge, in denen jemand in einer coachenden Funktion Menschen in ihrem handeln und Verhalten professionell begleitet und unterstützt. Das Kontaktstudium legt deshalb die Grundlage für eine bewusste Haltung, die in jeder Führungs- und Beratungssituation erfolgreich anwendbar ist.

  • Sie erleben und erfahren den wissenschaftlichen Ansatz des haltungszentrierten Coachings und seine Praxisrelevanz als roten Faden im Kontaktstudium.

  • Sie nutzen für Ihre Entwicklung die vertiefende Begegnung mit aktuellen wissenschaftlichen Ansätzen repräsentiert durch die Gastbeiträge unterschiedlicher Hochschulen.

  • Sie erfahren die zentrale Bedeutung des haltungszentrierten Ansatzes im Coaching und wie dieser Sie in unterschiedlichen Gesprächssituationen unterstützt.

  • Sie lernen die Anwendung wirksamer Coaching-Werkzeuge kennen, mit denen Sie die Potenziale und Motivation anderer stärken und weiterentwickeln können.

  • Sie entdecken lösungsorientierte Vorgehensweisen im Coaching, die als Katalysator für die Gestaltung von Veränderungen in Ihrer Organisation wirken können.

  • Durch vielfältige Übungsgelegenheiten reflektieren Sie Ihre Art der Beziehungsgestaltung, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.

  • Sie profitieren vom Erfahrungsaustausch und der Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven der Teilnehmenden und Dozent/innen.

  • Sie erweitern Ihre Kommunikations- und Wahrnehmungsfähigkeit nutzbringend für Ihre persönlichen und beruflichen Herausforderungen.

  • Aus einer bewussten Haltung heraus finden Sie Ihren persönlichen Coaching-Stil und entwickeln Ihr eigenes Rollenverständnis als Coach.
Module

Modul 1 - Vom Bedarf zum Auftrag

  • Abstimmung der Interessen und Wünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Lerngemeinschaft
  • Gesamtüberblick zum Kontaktstudium: Rahmen, Methodik und Instrumente der Ausbildung und ihre wissenschaftstheoretische Einordnung
  • Haltungszentrietes Coaching – Prinzipien, Einsatz, Phasen, Chancen und Grenzen
  • Abschlussarbeit einer schriftlichen Selbstreflexion als Selbstevaluation einführen
  • Praxisfeld und Umsetzungsmöglichkeiten besprechen
  • Peer-Gruppen bilden als verpflichtendes Instrument der kollegialen Intervision
  • Selbststudium: Vertiefung der Inhalte und Bearbeitung von Fragestellungen in eigener Verantwortung

Kompetenzfokus

  • Sie lernen ein strukturiertes Gespräch zur Auftragsklärung zu führen.  Dabei lernen Sie, die Motiv- und Interessenlage  hinter dem aktuellen Bedarf zu erfassen klare und realistische Zielvereinbarungen zu treffen.
  • Sie fühlen sich damit sicher in der ersten professionellen Kontaktaufnahme im Coaching.

Zwischen Modul 1 und 2

  • Praxiserprobung und Intervision durch die Peer-Gruppe
  • Selbststudium in Eigenverantwortung
  • Schriftliche Selbstevaluation


Modul 2 - Von der Haltung zur Intervention

  • Die Rolle des Coach und seine Haltung
  • Die innere Haltung als Arbeitsgrundlage für Lernprozesse
  • Haltungskompetenzen und Handlungsoptionen: Begleiten und Intervenieren im Beratungsprozess
  • Grundlagen einer personzentrierten Gesprächsführung und Kommunikation
  • Selbstwirksamkeit fördern: Gesprächsführung „ohne Fragen“
  • Reality-Coaching – Schwerpunkt Haltung


Kompetenzfokus

  • Sie sind sicher in der Rolle des Coachs und wissen, wie Sie haltungszentriert ein Beratungsgespräch professionell führen und bewusst steuern
  • Sie sind sich im Beziehungsaufbau sicher und können mit  Ihren Interventionen den Gesprächsprozess bewusst beeinflussen.

Zwischen Modul 2 und 3

  • Praxiserprobung und Intervision durch die Peer-Gruppe
  • Selbststudium in Eigenverantwortung
  • Schriftliche Selbstevaluation


Modul 3 - Von Problemen zum Handlungs- und Lösungspotenzial

  • Coaching in der äußeren Realität
  • Kontextanalyse und Soziogramm als Instrumente der Beratung
  • Soziometrische Methoden im Coaching
  • Rollentausch und Perspektivenwechsel durch Szenische und soziometrische Verfahren
  • Systemische Interventionen und Fragetechniken
  • Lösungsorientiertes Vorgehen
  • Reality-Coaching – Schwerpunkt Kontextualisierung

Kompetenzfokus

  • Sie können situativ auf den Coaching-Prozess reagieren.
  • Sie sind anwendungssicher im Umgang mit systemischen Verfahren, die den Kontext des Coachees mit einbeziehen.

Zwischen Modul 3 und 4

  • Praxiserprobung und Intervision durch die Peer-Gruppe
  • Selbststudium in Eigenverantwortung
  • Schriftliche Selbstevaluation


Modul 4 - Von der Selbstwahrnehmung zur souveränen Handlung

  • Coaching mit der inneren Realität
  • Die Erfolgsfaktoren des Coachee im Veränderungsprozess
  • Innenweltwahrnehmung: Focusing als erlebensverstärkendes Beratungskonzept im Coaching
  • Vertiefung der professionellen Haltung durch differenzierte Prozessintervention
  • Emotionalisierung der Sachlogik – Rationalisierung der Psychologik
  • Reality Coaching: Schwerpunkt Elementarisieren

Kompetenzfokus

  • Sie können einen Veränderungsprozess zusätzlich durch erlebnisverstärkende Verfahren begleiten und unterstützen.
  • Sie beziehen die emotionale Erlebniswelt des Coachee durch Einfühlungsvermögen sicher mit in den Veränderungsprozess ein.

Zwischen Modul 4 und 5

  • Praxiserprobung und Intervision durch die Peer-Gruppe
  • Selbststudium in Eigenverantwortung
  • Schriftliche Selbstevaluation


Modul 5 - Von der Erfahrung zum professionellen Handeln

  • Supervision in und durch die Gruppe
  • Praxisberatung
  • Rollenreflexion
  • Stärkung  und Klärung des professionellen Handelns
  • Integration der Kompetenzen in die bisherige Rolle bzw. neue Beratungsrolle

Kompetenzfokus

  • Sie gewinnen Sicherheit im zukünftigen Handeln indem Sie ihre bisherigen Erfahrungen reflektieren konnten.
  • Sie erleben das Instrument der Supervision als unerlässlichen Bestandteil in der professionelle Arbeit mit Menschen.


Modul 6 - Von der Perspektive zum Prozess

  • Veränderungen und Entwicklungsschritte im Coaching erkennen und wertschätzen
  • Metaphern und Narrative Ansätze und Verfahren im Coaching
  • Biographisches Interview als Beratungsansatz
  • Stärken reflektieren und Ressourcen aus der Biographie sichern und nutzbar machen
  • Mentale Modelle erkennen und beschreiben
  • Refraiming von Deutungen und Bedeutung persönlicher Erlebnisinhalte
  • Reality-Coaching – Schwerpunkt Mentalität


Kompetenzfokus

  • Sie beziehen die Biographie des Coachee als Ressource in den Gesamtprozess mit ein.
  • Sie erkennen Denkgewohnheiten beim Coachee und können sie gemeinsam im Coaching reflektieren.

Zwischen Modul 6 und 7

  • Praxiserprobung und Intervision durch die Peer-Gruppe
  • Selbststudium in Eigenverantwortung
  • Fertigstellung und Abgabe der Abschlussarbeit als schriftliche Selbstevaluation


Modul 7 - Von der Einsicht zum Transfer

  • Abschluss gestalten: Permanenz, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit
  • Selbstmarketing und Selbstpräsentation – professionelles Selbstverständnis
  • Schriftliche Selbstreflexion in biographischer und wissenschaftstheoretischer Einordnung auf der Grundlage des Kontaktstudium und der didaktischen Basistheorie der Pedaktik
  • Feedbackrunden
  • Ausblick

Zertifizierung und Ausgabe der Zertifikate

Die beschriebenen Inhalte und Methoden der einzelnen Module gelten als Orientierung. Prozessbedingte Varianten während des Kontaktstudiums sind möglich.

Termine

Studientage

Samstag, 13.02.2016, 09.30 - 14.00 Uhr
Samstag, 23.04.2016, 09.30 - 14.00 Uhr

Kontaktstudium 2016/17

1. Seminar: 28./29.07.2016
2. Seminar: 15./16.09.2016
3. Seminar: 10./11.11.2016
4. Seminar: 12./13.01.2017
5. Semianr: 09./10.03.2017
6. Semianr: 27./28.04.2017
7. Seminar: 06./07.07.2017

Donnerstag und Freitag jeweils von 10.00 – 17.00 Uhr
Bitte planen Sie zusätzlich Zeit für Arbeit in Peergruppen ein.

 

aktuelles Kontaktstudium 2015/16
3. Seminar: 22./23.01.2016
4. Seminar: 18./19.03.2016
5. Seminar: 24./25.06.2016
6. Seminar: 23./24.09.2016
7. Seminar: 25./26.11.2016

Dozent/innen

Dr. Christoph Röckelein

Coach und Managementberater der MAICONSULTING
Forschungsarbeit und Promotion an der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Bereich „Didaktik für die Personal- und Organisationsent-wicklung“
Begründer der Pedaktik® – didaktische Basistheorie für die Führungskräfteentwicklung
Systemischer Supervisor und Institutionsberater (ifw)

www.institut-roeckelein.de

Prof. Dr. Norbert Groddeck

Erziehungswissenschaftler

Übergangsbereich von Pädagogik und Psychotherapie, Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft für klientzentrierte Therapie und humanistische Pädagogik (akt Siegen)
Supervisor (DGSv), Kunsttherapeut (AKT und DFKGT), Person-zentrierte Beratung, Coaching, Psychotherapie (GwG)

www.norbertgroddeck.de

PD Dr. Karin Orth

Historikerin

Forschung, Lehraufträge, Coaching, Biografiearbeit
Coaching und Beratung, Personenzentrierte Gesprächsführung, Moreno-Pädagogik, Supervision, Krisenbegleiterin

www.ifbas.de

Prof. Dr. Karin Schleider

Dipl.-Psychologin, Sonderpädagogin

Leitung der Abteilung "Beratung und Klinische und Gesundheitspsychologie" an der Pädagogischen Hochschule,
Supervisorin (BDP), approb. Psych. Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Ausbilderin für Psycholog/innen, Pädagog/innen und Beratungslehrer/innen

Homepage

Kosten

Die Kosten für die Gesamtausbildung inklusive Supervision und Materialien betragen 4.900 €.
Spätestens 14 Tage vor Beginn der Ausbildung ist der Gesamtbetrag fällig. Ratenzahlung ist möglich.
Die Seminarzeiten des Studientages werden auf die Ausbildung angerechnet.

Veranstaltungsort

Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung
Seminarräume im Victoria-Haus
Basler Straße 61/65
79100 Freiburg

15 Gehminuten vom Hauptbahnhof, Haltestelle "Heinrich-von-Stephan-Straße" mit folgenden Verbindungen direkt vor dem Haus: S-Bahn Linie 3 und 5; Buslinie 11, 7208 und 7240

Kontakt

Andrea Munding
Leiterin der Akademie

Telefon 0761/40 12 99-24
Telefax 0761/40 12 99-20

Basler Straße 61
79100 Freiburg

andrea.munding@akademie.wi-ph.de

Online - Anmeldung

Online-Anmeldung

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Studierende fügen bitte im Feld Immatrikulationsbescheinigung eine aktuelle Studienbescheinigung ein.













Unter diesem Link finden Sie die Seite mit den Teilnahmebedingungen. Sie können die Teilnahmebedingungen dort ausdrucken oder als PDF herunterladen.


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